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Als die Kirchturmglocke am 14. Oktober 1758 um 05.00 morgens zum 5. Mal schlug, erlebte Hochkirch eines der grausamsten und blutigsten Gemetzel des 7-jährigen Krieges. Diese Schlacht ging als die 2. persönliche Niederlage von Friedrich dem Großen in die Geschichte ein. 17.000 Soldaten verloren dabei Ihr Leben, über die Opfer in der Zivilbevölkerung gibt es keine Angaben. Ihnen zu Ehren wird zum 250. Jahrestag im Museum eine Gedenktafel enthüllt.
In dieser Schlacht waren die Osterreicher den Preußen zahlenmäßig überlegen, denn auf jeden 2. Preußen kamen mindestens 3 Österreicher. Kritiker behaupten auch, die Niederlage lag womöglich am riskanten Standort des preußischen Feldlagers, genau zwischen den Österreichern und dem Magazindepot Görlitz.
Als im Morgengrauen plötzliches Gewehrfeuer gegen die Preußen losbrach, glaubte Friedrich II., dass es ein kleines Gefecht war, dem man mit wenigen Soldaten begegnen könne. Doch das ware ein fataler Irrtum! Viele der Preußen waren noch in Ihren Zelten ohne Stiefel und Waffe, sie wurden so überrascht, dass im Lager Panik aus brach, als der Feind angriff.
Es wurde eine Schlacht um das nackte Überleben. Die Österreicher schafften es, die Preußen zum Rückzug zu zwingen. Doch in der Ortsmitte auf dem Friedhof war ein kleiner Teil des preußischen Heeres zusammengedrängt.
Sie leisteten bis zum bitteren Ende Widerstand, aber kaum einer entging den Bajonetten und dem Kugelhagel der Österreicher.
Bis auf 4 Häuser und die Kirche ging der gesamte Ort in Flammen auf.
Die Überreste dieser grausamen Schlacht sind noch heute offensichtlich. In einigen Grundstücksmauern sind noch Kanonenkugeln sichtbar; die Kirchentür ist noch die originale Tür, in Ihr befinden sich noch die Einschusslöcher und die Blutgasse an der Kirchenmauer, an Ihr befindet sich eine Markierung, wie hoch das Blut gestanden hat.
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Quellenangabe:
Jürgen Bollmann