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29.05.2012
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Historie der Bäckerinnung Bautzen


Historie der Bäckerinnung Bautzen
Fotografija: Saxonia 125 – Chronik des sächsischen Bäckerhandwerks
Bereits im Mittelalter finden sich schriftliche Erwähnungen des Bäckerhandwerks in Bautzen: so zählt im 14. Jahrhundert das ‚Dingbuch’ die Bäcker zu den wichtigsten Gewerben.
Während des Mittelalters waren die Handwerker in Zünften organisiert, man vermutet, dass in Bautzen sogar eine der frühsten Zünfte, Zechen oder Brüderschaften von Bäckern existierte.
Der Verkauf von Backwaren war in dieser Zeit streng geregelt. So gab es die so genanten ‚Brotbänke’, diese überdachten Verkaufsstände boten der empfindlichen Ware Schutz vor Wind und Wetter. Für einen Jahreszins konnten die Bäckermeister sich einen Tisch von der Stadt mieten. In Bautzen befanden sich die Brotbänke bis 1883 im Rathaus, an der Seite des Küchelbankgässchens.



Historie der Bäckerinnung Bautzen
Fotografija: Saxonia 125 – Chronik des sächsischen Bäckerhandwerks





Erst im 16. Jahrhundert finden sich wieder Spuren über das Bautzener Bäckerhandwerk. Ob das Wirken der Bäckerzunft zwischenzeitlich unterbrochen, oder die Aufzeichnungen vernichtet wurden, ist nicht bekannt.
Aus einer Urkunde aus dem Jahre 1555 kann man schließen, dass bereits eine Innung der Bäcker und Süßküchler bestand. Die 1578 aufgestellte Satzung regelte 100 Jahre das gesamte Zunft-Leben:
Lehrzeit, Wanderschaft, Gesellenjahre und Meisterstücke, Strafen, sowie das eigentliche Backen.






Historie der Bäckerinnung Bautzen
Fotografija: Saxonia 125 – Chronik des sächsischen Bäckerhandwerks
Mit dem Einsetzen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann auch der Untergang der Zünfte.
Das 'Gesetz über die Gewerbefreiheit' vom 15.10.1861 löste die Zünfte zwar nicht auf, aber von nun an durfte jeder Brot backen und verkaufen. Die Zunft-Gesetze verloren mehr und mehr an Bedeutung. 1862 wurden die Brotbänke aufgelöst, der Verkauf von Backwaren war nun überall möglich und lag nicht mehr unter der Kotrolle und dem Einfluss der Bäckermeister.
1862 entschlossen sich die Bautzener Bäcker die 'Vereinigte Innung der Weißbäcker und Süßküchler', als gewerbliche Genossenschaft weiterzuführen, um die Interessen der Bäcker zu waren.

1898 organisierte man sich als Zwangs-Innung.
1884 gründete die Innung eine eigene Krankenkasse.

Heute backen ca. 38 Innungsbetriebe im Landkreis Bautzen und versorgen ihre Kunden mit frischen und leckeren Backwaren in hervorragender Qualität.







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